Essen, Gesundheit

Es gibt untwerwegs kaum etwas wichtigeres als Essen und Trinken. Essen ist mein Brennstoff, und meine Ernährung bestimmt massgeblich über meine Gesundheit!

Flüssigkeit

Wasseraufbereitung: Nur noch gefiltert! Nach anhaltendem Durchfall habe ich mich entschieden, nur noch gekauftes Flaschenwasser oder gefiltertes Wasser zu trinken. Für etwas schleppe ich meinen Katadyn Pocket schliesslich mit...
Für die Reinigung von Wassersäcken, Trinkschläuchen etc. brauche ich auch Micropurtabletten. Trinken tue ich das normalerweise aber nicht. Und falls das Wasser wirklich übel wird, habe ich noch eine Patrone für Aktivkohle dabei. Habe sie bisher aber noch nicht gebraucht, aber bei so richtig komisch schmeckendem Wasser schon ernsthaft daran gedacht...

Tasse: Glug, Chromstahltasse. Kaffe oder Müsli am Morgen, Tee am Abend und noch viel mehr. Hat noch nicht mal ne Beule, ist trotzdem leicht genug. Und im Gegensatz zu Alutassen verbrennt man sich auch die Lippen nicht. Der Gewürzstreuer findet auch noch Platz darin, ausserdem brauche ich sie häufig zum Wassersammeln für den Wasserfilter (Siehe Bild oben rechts)

 

 

Apropos Müsli: Milch im Tetrapack kaufen, ein paar Schlucke trinken, Oberteil abschneiden und schon hat man eine perfekte Müslischale. Gibt ein langanhaltendes Frühstück und einen Kaffe dazu ;-)

 

 

 

 

 

 

Essen

Kocher: Für so eine Reise kommt meiner Meinung nach nur ein Multifuelbrenner in Frage. Ich habe mich für einen MSR Dragonfly entschieden. Wie jeder Benzin/Diesel-Kocher muss er vorgeheizt werden, die Zeit und der dabei entstehende Gestank sind auch schon die grössten Nachteile. Ausser dass sich auf dem Campingplatz der Zeltnachbar darüber beschweren könnte, dass Du zu laut bist beim Kochen. Denn Laut ist er wirklich!
Das Vorheizen und Kochen funktioniert Problemlos, ausser bei sehr starkem Wind, aber mit etwas Übung bringt man ihn auch dann zum Brennen, wenn vielleicht auch etwas vorschriftswidrig ;-) Ich habe ihn bisher erst bis - 15Grad testen können, aber da lief er noch absolut problemlos, also ich würde nicht deswegen einen "echten" Expeditionskocher kaufen.
Reinigen: Normalerweise reicht es, denn Kocher zu schütteln. Die spezielle Schütteldüse erledigt den Rest. Aber eigentlich muss man ihn nie Reinigen, wenn man folgenden Tipp beachtet: Brennstoffleitung so biegen, dass sie im Betrieb ganz an der Flaschenwand anliegt. Zum Löschen einfach Flasche umdrehen, aber die Ventile offen lassen. Nun sollte der Ansaug der Brennstoffleitung ja ganz oben in der Flasche sein, dort wo die Luft sich sammelt. Einfach warten bis das restliche Benzin verbrannt ist und nur noch Luft aus der Düse strömt, dann erlischt die Flamme selbst und die Flasche wird drucklos. Ventile schliessen, fertig. So verhindert man Verrussungen. Im Gegensatz zu Berichten über andere Kochermodelle (auch vom selben Hersteller) hatte ich wirklich nie ein Verrussungsproblem!
Transportiert wird das Benzin in einem Flaschenhalter am Rad, die Pumpe bleibt gleich in der Flasche. So habe ich nie Benzin in einer Packtasche... Darüber stülpe ich einen Beutel. Dieser verhindert, dass Dreck an die Dichtungen kommt und dass der Pumpenstössel ausversehens ausgefahren wird. In dieser Position könnte er sonst leicht abbrechen! Um den Beutel herum wird der Windschutz gewickelt, einfach, platzsparend und weniger Knicke  in der Alufolie.

Der Kocher kommt in die Pfannen. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Wartung:

r die Wartung meines Kochers habe ich noch ein Wartungskit dabei. Das wichtigste sind hier die Dichtungen. Sie werden irgendwann verspröden, und ein brennender Kocher neben einer Benzinlache ist ungesund! Für ganz abgelegene Gebiete besitze ich zwei Pumpen und zwei Flaschen. Damit hätte ich Benzin für etwas zwei Wochen dabei und die etwas empfindliche Pumpe kann mir den Brei nicht verderben ;-) Für Indien und Südostasien habe ich diese Reserve aber nach Hause gesendet...

 

 

 

Pfannen: Hier habe ich mich für die Primus Eta Power Pots entschieden. Im kleinen 1.4l Pott hat der Brenner mit Pfannenhalter Platz, dieser kommt in den 1.8l Topf. Deckel nehme ich nur einen mit. Unten besitzen diese Töpfe  einen Ring, der mehr Wärme in die Pfanne leiten soll (Nach Hersteller bis zu 50% besserer Wirkungsgrad). Tatsächlich scheint das Kochen mit diesen Pfannen deutlich schneller zu gehen, als mit Heinz' Chromstahltöpfen...